Mit einer großen Festzeremonie hat sich Europa am 11. November an das Ende des 1. Weltkrieges erinnert. Die zentrale Gedenkveranstaltung fand in Douaumont in der Nahe des Schlachtfelds von Verdun statt. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy fasste die Entwicklung in den letzten Jahren mit den Worten „Der Hass ist erloschen, und die Rachegelüste sind verschwunden“ zusammen. Heute würden alle Toten ohne eine einzige Ausnahme geehrt. Zusammen mit Bundesratspräsident Peter Müller, der den deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel vertrat, und dem britische Prinzen Charles ging Sarkorzy zur Gedenkstätte in Douaumont, wo sie Blumengebinde niederlegten. Für die EU waren Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering vor Ort. 
Polen feierte am 11. November seine Unabhängigkeit von Russland, die das Land mit dem Ende des Ersten Weltkriegs wiedererlangt hatte. Auf Einladung des polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski nahmen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und 16 weitere ausländische Staatschefs an der Feier auf dem Warschauer Pilsudski-Platz teil.
Vielerorts wurde gefeiert und der Toten gedacht, unter anderem auch in New York und dem belgischen Ypern, wo sich Bürgermeister aus der ganzen Welt zusammenfanden, jedoch soll der Anlass nicht unvergessen bleiben. Deshalb die wichtigsten Details in Kürze:
Vor 90 Jahren, am 11. November 1918, endete er, der von den damaligen Bewohnern der Welt sogenannte „Große Krieg“, der später als der „Erste Weltkrieg“ in die Geschichtsbücher eingehen sollte. Er endete mit Waffenstillstandsverhandlungen in einem Eisenbahnwaggon nahe Verdun - einem für diesen massenvernichtenden Krieg symbolischen Ort. Denn in Verdun tobte über 300 Tage und Nächte eine Schlacht, bei der mehr als 300.000 Soldaten auf beiden Seiten - französischer wie deutscher - umkamen. Verdun ist ein Sinnbild für die Schrecken eines Krieges, der mit einem Attentat in Sarajevo begonnen hatte. Auch heute noch kann man in der Landschaft in und um Verdun die Schützengräben erkennen, man sieht Stacheldraht und abgeschlagene, tote Bäume. Man findet Reste von Gewehrmunition und Granaten, die nach den Schlachten vergessen wurden.